Vieles ist in den Medien geschrieben, bei Gespächen und Anhörungen gesagt worden.
Hier die uns wichtigen Aussagen der Infra Serv Gendorf und als Gegenüberstellungen unser Standpunkt.
Die ISG sagt zu: Sachlich falsche Aussagen in TV-Beitrag
„Der TV-Beitrag des Bayerischen Rundfunks in der Abendschau am Donnerstag, den 20.November, und einige der darin enthaltenen Meinungsäußerungen, beinhalten aber sachlich falsche Aussagen, welche die InfraServ Gendorf hiermit richtig stellt.
! Bilden Sie sich selbst ein Urteil !
www.br-online.de/bayrischesFernsehen/abendschau/asbest-emmerting-roemhild-ID1227201279519.xml
www.br-online.de/bayern1/mittags-in-oberbayern/regionalnews-oberbayern-asbest-ID1227159903152.xml
DIe ISG sagt zu: Meldungen Brandereignisse an Behörden
Bei den in dem Beitrag genannten Brandereignissen im Jahr 2007 wurden sehr wohl die Behörden informiert. Es wurde umgehend an die Polizeiinspektion Altötting und an das Landratsamt Altötting gemeldet, nicht jedoch das Landesamt für Umwelt. In einem Fall, am 02.08.2007, wurde auch eine Presseinformation ausgegeben .....Die Melde-Regelungen wurden daraufhin korrigiert und ergänzt. Meldungen an das Landesamt für Umwelt sind nun in das standardisierte Meldeformular integriert.
Fakten:
In der Genehmigung für die bestehende Deponie vom 03.03.99 von der Regierung von Oberbayern steht:
"Folgende Informations.-und Dokumentationspflicht gem. Nr.6.4 TASI sind einzuhalten:
-Informationspflichten gegenüber der Behörde (TASI Nr.6.4.4) Störungen, die zu einer erheblichen Abweichung vom ordnungsgemäßen Betrieb führen, sind dem LfU (Landesamt für Umwelt) unverzüglich zu melden.(Nr.6.4.4.1 TASI)"
Die Brände wurden erst nach dem Einspruch zur Erweiterung der Deponie im Mai 2008 an das LfU gemeldet.
Wir meinen:
Die ISG hat sich somit ,seit 1999 nicht an die Vorgaben gegenüber Regierung von Oberbayern gehalten.
Die jetzige Anpassung der ISG Melderegelung ist somit seit fast 10Jahren überfällig und ist für einen Zertifizierten Betreiber eine Selbstverständlichkeit !
Die ISGsagt zu: „Giftgaswolke“ war Wasserdampf
Im Übrigen handelte es sich bei der im TV-Bericht im Zusammenhang mit den Deponiebränden gezeigten Fotoaufnahme einer so bezeichneten „Giftgaswolke“ in Wirklichkeit um Wasserdampf aus dem Löschvorgang.
Fakten:
Laut den Aussagen von Hr. Dr.Amslinger, Leiter Entsorgung der ISG, werden in der Deponie C PVC und PFTE Abfälle eingelagert, weil diese bei einer Verbrennung in der Müllverbrennungsanlage ätzende Dämpfe entwickeln und so zu Korsissionsschäden in der Verbrennungsanlage führen würden.
Bei der Verbrennung von PVC entsteht Salzsäure und bei der Überhitzung von PFTE bei ca.360°C entsteht Flusssäure.
Wir meinen:
Sowohl beim Erörterungstermin mit der Regierung von Oberbayern am 20.11.08 als auch in der Pressemitteilung vom 03.12.08 und auf der Homepage der ISG wurde immer behauptet, dass es sich bei der Giftgaswolke nur um Wasserdampf aus dem Löschvorgang gehandelt hat.
!!! Erst am 05.01.09 erklärt Hr.Dr.Amslinger im Zeitungsartikel des Alt.-Neuöttinger-Anzeigers, dass >>in dieser Wolke sehr wohl Anteile von Fluss.-und Salzsäure entstanden sein könnten !!!
Deponiebrand 2007
Die ISG sagt zu: Viel Geld zu verdienen?
Angesichts der geplanten Menge von max. 3.000 to asbesthaltigen Abfällen pro Jahr und unter Berücksichtigung der hohen Kosten für den Betrieb der Deponie kann keinesfalls von einem hohen Gewinn ausgegangen werden. Ziel der InfraServ Gendorf im Auftrag ihrer Gesellschafter ist, durch die Erlöse aus den zusätzlich abgelagerten Abfällen die spezifischen Kosten zu senken und für die Standortfimen weiterhin günstige Entsorgungswege anzubieten.
Fakten:
Die Entsorgungspreise für Asbest sind in den letzten Jahren um das 6 bis 10-fache gestiegen.
Die beantragte Einlagerungsmenge beläuft sich auf 90.000 Tonnen.
Davon 45.000 Tonnen Asbest und asbesthaltiger Abfall zzgl. 45.000 Tonnen Inertabfall.
Wir meinen:
Bei einer Deponatsmenge von 45.000 Tonnen Asbest aus 8 Landkreisen und 45.000 Tonnen Inertabfall wird die ISG sicher nicht ein Verlustgeschäft kalkuliert haben ???
Die ISG sagt zu: Begriff „Giftmülldepot“
Giftige Abfälle sind von der Ablagerung auf dieser Deponie ausgeschlossen. Auch Asbest ist nicht giftig. Seine Krebs erzeugende Wirkung ist unbestritten.
Fakten:
Maßgeblich bei der Entsorgung von Asbest und asbesthaltigen Produkten sind die Vorgaben der TRGS 519 und des Hinweises "Asbest" der LAGA - Abfall. So müssen in der Regel schwachgebundene Asbestfasern (z.b. Spritzasbest, Asbestschnüre, Stopfasbest u.a) hydraulisch gebunden d.h. in Blöcke aus Zement eingegossen werden.
Wir meinen:
Die ISG sagt Asbest sei zwar krebserregend aber nicht giftig. Tatsache ist, dass Asbest krebserregend, giftig und erbgutschädigend ist und zusätzlich mit diversen R und S Sätzen nach der Chemikaliengesetzgebung belegt ist.
Die ISG sagt zu: In Windrichtung der Deponie?
Das ist zwar korrekt, aber eine Gefahr durch Asbestfasern kann trotzdem ausgeschlossen werden. Die asbesthaltigen Abfälle dürfen offen nicht gehandhabt werden. Sie werden staubdicht verpackt angeliefert und in der Deponie eingebaut. Eine Überdeckung mit Kies erfolgt arbeitstäglich.
Fakten:
Im Antrag der Infraserv an die ROB (Reg. v. Oberbayern ) heißt es:
ausserhalb des bestimmungsgemäßen Betriebes können Umweltauswirkungen durch die Freisetzung von Deponat aufgrund von defekter Verpackungen (BIG- BAGS) entstehen.
Wir meinen:
! Das ist unveranwortlich ! Ein Betreiber hantiert mit krebserzeugendem, giftigem Material wenige Meter entfernt von Wohngebieten. Des Öftern kam es bei der ISG schon vor, dass der "bestimmungsmäßige Betrieb" nicht gewährleistet werden konnte und zum gleichen Zeitpunkt warten unsere Kinder auf den Schulbus oder Emmertinger Kinder fahren auf dem rnd. 70 Meter von der Deponie entfernten Radweg in das Freibad Burgkirchen. Übrigens der Kindergarten in Emmerting ist max.1200 Meter von der Deponie entfernt...und das in der direkten vorherrschenden Windrichtung (Westwind)

ca. 4 qm große Folie - aus der Deponie - geweht- wie weit fliegt Staub - wie weit Asbststaub?
Die ISG sagt zu: Asbestverbau in unmittelbarer Wohngebietsnähe
Es finden sich vielerorts (auch in Emmerting) Fassadenverkleidungen und Dächer aus asbesthaltigem Material. Diese stellen ein höheres Risiko dar als die staubdicht verpackten und mit Kies überdeckten Abfälle in der Deponie. Diese müssen ordnungsgemäß entsorgt und aus dem Verkehr gezogen werden. Genau dazu dient diese Deponie.
Fakten:
Die Regierung von Oberbayern teilt uns auf Anfrage mit: Eine für Deponien grundsätzliche Vorgabe ist in der Verwaltungsvorschrift genannt TASI von 1993 für die Standortsuche (z.B. Asbestdeponien) gemacht.
>>Lage zu einem vorhandenen oder ausgewiesenen Siedlungsgebiet; Es ist ein Schutzabstand zum Deponiekörper von mindestens 300 mtr. anszustreben! S.a. Link ins.bes. 10.3.1
www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/tasi_ges.pdf
Wir meinen:
2 Häuser stehen 20 Mtr. von der Deponie - C entfernt. Weitere 40 Hauser innerhalb der o.g. 300 Mtr. Grenze.
Die Bebauung Waldsiedlung, Bruckerstraße und auch ein Teil der Häuser in der Zeilerstraße wurden in den 50ziger Jahren errichtet. Die Deponie wurde erst 1981 eingerichtet. Spätestens bei den Genehmigungsverfahren 1994, 1997, 1999 hätte die TASI im Prüfungsverfahren angewendet werden müssen. EIne Weiterführung der Deponie hätte unter Anwendung der TASI nie stattfinden dürfen.
Die ISG sagt: "Asbestourismus" in unmittelbarer Nähe?
Da es im südöstilichem Oberbayern keine geigneten Deponien mehr gibt, dient die Nutzung der Deponie im Bruck gerade dazu, Asbesttourismus........zu vermeiden.
Fakten:
Seit 2002 besteht ein EU - Ratsbeschluss, der besagt, dass Asbest ab dem 01.02.2007 nicht mehr auf Bauschuttdeponien abgelagert werden darf. Seither (2002!) hat es die Reg. v. Oberbayern versäumt , sich ein schlüssiges, auf die Bedürfnisse der Regionen abgestimmtes Gesamtkonzept zur zukünftigen Asbestentsorgung zu erarbeiten.
Wir meinen:
Auftrag der Reg. von Oberbayern in den zurückligenden 6 Jahren wäre gewesen, unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Bestimmung und unter Berücksichtgung der von den Behörden erarbeiteten Bestimmungen -gemeint ist hier insbesonders die TASI - Entsorgungsszenarien für die Zeit nach dem 01.02.2007 zu entwerfen.
Dies ist offensichtlich nicht geschehen! Wie sonst könnte überhaupt ein Prüfverfahren für eine Asbestdeponie in einem Wohngebiet stattfinden?

Eine ordnungsmäßig geführte Deponie?!
Die ISG sagt: Einbau von Deponat
Spätestens gegen Ende eines jeden Einbautages werden die Asbest- und KMF-Abfälle mit einer ausreichenden Menge an Abdeckmaterial vollständig überdeckt und die Hohlräume verfüllt. Dazu wird das im VA 1 lagernde Abdeckmaterial per Radlader in den VA 2 zum Einbauort transportiert, abgekippt und verdichtet.
Fakten:
Folien fliegen bei leichtem Wind über den Zaun der Deponie hinweg, ja sogar über die Dächer der angrenzenden Häuser. Keiner sammelt die "abgestürzten Flugobjekte" aus der Deponie jemals wieder auf. Deponat liegt offen in der Deponie oder ist, wenn wir Glück haben, mit grünen Netzen notdürftig bedeckt...nicht tagfertig abgedeckt sondern über Tage hinweg nicht fertig abgedeckt!!
Unsere Kinder sind hier tagtäglich auf dem Weg zur Schule. Auch am Tag als es morgens um 6.00 Uhr in der Deponie brandte. Noch einmal: Kinder aus Emmerting fahren im Sommer täglich mit dem Fahrrad nur 70 Meter von der Deponie entfernt auf dem Radweg ins nahe gelegene Freibad Burgkirchen. Freizeitsportler nutzen die Zufahrten um die Deponie herum um im Alt-Neuöttinger Forst zu wandern, zu radeln u. v.m..
Nach all dem:
Unser Apell an die Infra Serv:
Liebe Nachbarn, sehr geehrte- verantwortungsvolle- Betriebleitung der ISG
Hört auf damit, Asbest in einem Wohngebiet vergraben zu wollen! Wir wollen hier leben und unseren Kindern, soweit es in unserer Macht steht, die Gesundheit bewahren.
Hört auf damit, sehendes Auges, euren Nachbarn, euren giftigen Problemmüll vor die Haustürkippen zu wollen.
Hört auf damit, uns in der Presse als "Lügner" zu bezeichen
Hört auf damit, uns erzählen zu wollen, dass Asbest nicht giftig , aber krebserregent ist.
und ..............
hört endlich auf das, was auf Eurer Internetpräsenz zum Thema Nachbarschaft, Umweltschutz und Nachhaltigkeit steht!
Together we´re strong ( = Intro der ISG - Internet-Präsenz!)
Anmerkung des Verfassers: Kursive Absätze in Auszügen: Quelle IP der Infraserv Gendorf
www. gendorf.de /Bildmaterial - Privataufnahmen der betroffenen Anwohner

Eine tagfertige - Deponie!