Keine Asbestdeponie in Emmerting
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Epilog:

Im Jahr 2008 plante die InfraServ Gendorf (ISG) in der alten, sog. Deponie - C in Bruck, eine Asbestdeponie für die Region 18 einzurichten. Die Regierung von Oberbayern als Genehmigungsbehörde war mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt.

Durch die Bekanntgabe der Pläne der Infraserv - Gendorf, formierte sich in dem kleinen Emmertinger Ortsteil Bruck ein Widerstand gegenüber diesem Vorhaben.

Das Problem: die neue Asbestdeponie, in der sog. alten Deponie C, wäre in einem Wohn - und Lebensort gebaut worden. Der Emmertinger Ortsteil Bruck war in den letzten Jahren durch Neuansiedlungen und neu gebaute Wohnhäuser, auf 43 Wohnhäuser angewachsen. Familien mit Kindern sollten somit, wenn die Pläne Realität geworden wären, zukünftig und das bedeutete damals, für die nächsten 30 Jahre, neben einer aktiven, staubenden und giftigen Asbestdeponie leben, spielen und aufwachsen.

Mit viel Mut und Einsatz stemmten sich eine Vielzahl von Bürgern aus Bruck und natürlich auch Emmertinger Bürger gegen dieses Vorhaben.

Aufgrund juristischer Spitzfindigkeiten und vieler verwaltungsgerichtlcher Teilaspekte durfte die ISG schlussendlich Asbest- Big- Packs in der Deponie einlagern.  Dennoch konnte die Bürgerinitiative die sog. Ertüchtigung der Deponie erzwingen und zumindest, eine Einlagerung unter sehr strengen Auflagen erreichen.So wurden eine geologischen Barriere gebaut, die videoüberwachte Einlagerung installiert, der tagfertige Einbau des Deponats festgeschieben, auch der Einbau nur bei + Temperaturen und unter ständigem Wassernebel usw..  waren einige von vielen Auflagen.

So sehr seitens der beauftragten Firmen das Bemühen auf Einhaltung der Auflagen immer wieder betont und versichert wurde, so schnell wurde allen Beteiligten klar, dass die Auflagentreue seitens der durch die ISG beauftragten Firmen nicht immer so genau eingehalten wurde. Aufgerissene Säcke, fehlender Wassernebel, offener Verbau des Deponats ohne tagfertigen Einbau usw....waren desöfteren Realität in der Deponie-C.

Nach Beschwerden und unzähligen Besuchen an der Deponie wurde aufgrund dieser Ereignisse nach einer 4 monatigen Einlagerungssaison von Asbest in die Deponie - C das Vorhaben wieder aufgegeben. Die Regierung von Oberbayern verfügte aufgrund der Defizite bei der Einhaltung der Auflagen einen Einlagerungsstop. Eine Neubeantragung wurde nicht weiterverfolgt, die großen Pläne der Asbesteinlagerung wurden ad - acta gelegt.

Im Nachgang wurde auch die gesamte Entsorgungsstruktur des Industrieparks Gendorf neu gedacht und neustruckturiert .

Glückwunsch liebe Nachbarn im Industriepark Gendorf, die Brucker dankens Euch.

Resümee

Was bleibt?!

Es bleibt die Gewissheit, dass wir, als ein "paar Hanseln aus Bruck", gegenüber dem Werk Gendorf eine Position eingenommen haben und diese Position auch schlussendlich ernstgenommen wurde. Es hat gezeigt, dass in unserm Landkreis basisdemokratisches Handeln möglich ist und der Bürger, wenn er es nur konsequent genug verfolgt, auch ernst genommen und gehört wird. Es ist uns nie darum gegangen die Industriestandorte, insbesondere den Chemiestandort Burgkirchen a.d. A. im bayrischen Chemiedreieck anzuzweifeln. Wohlstand und sozoiales Mitteinanderin unserer Region sind eng mit der Existenz und dem Fortbestand dieser Werke verbunden. Und gerade wegen dieser Tatsache hat "das Werk", die Personen in den Führungskreisen der ISG und seiner Betriebe eine große Verantwortung für den Industriestandort und dessen Umfeld. Mitarbeiter und deren Familien sollte es möglich sein in einer Region zu leben und zu arbeiten in der eine unversehrte Gesundheit möglich sein muss.

Politiker haben uns besucht, zum Teil auch unterstützt. Print- und elektronische Medien haben über die Brucker Deponie - C berichtet. Mache Umweltschutzorganisation hat uns, zumindest moralisch, unterstützt. Dem Bayrischen Fernsehen war es einen Filmbericht in der Nachrichtensendung Rundschau wert. Ja sogar Nachrichtenmagazine wurden auf uns aufmerksam.

Nachbarschaftgespräche mit den Werksverantwortlichen wurden geführt.

Allen die damals mit Ihrer Unterstützung und auch mit Ihrer konstruktiven Kritik bei uns waren,

ein herzliches Vergelt´s Gott.

Ach ja....................!

All unseren Kinder und nachfolgenden Generationen eine gesunde Umwelt und viel Spaß beim >>Draußen spielen<<.

 

Die BI - Erhaltung der Umwelt- und Lebensqualität in Emmerting e.V. hat im Jahr 2012 ihre Aktivitäten eingestellt.

Im Namen der Vorstandschaft und allen Mitmachern der  Bürgerinitiative

 

Oskar Hecht 1.VS

 

Bürgerinitiative - Erhaltung der Umwelt und Lebensqualität in Emmerting e.V.  | Mail to: keine-asbestdeponie-emmerting@gmx.de